The Last of Us DLC "Left Behind" im Test
Geschrieben von: SpeechBubble   
Freitag, den 28. Februar 2014 um 17:14 Uhr
In diesen Wochen ist es noch sehr ruhig um "Uncharted für PS4". Diese Ruhe wollen wir mal wieder für einen Blick über den Tellerrand nutzen. Für Naughty Dogs Meisterwerk The Last of Us erschien vor genau zwei Wochen der DLC "Left Behind". Für alle Besitzer des Spiels, die noch nicht wissen, ob sich die 15 Euro wirklich lohnen, haben wir möglicherweise eine Entscheidungshilfe.

Unser werter Kollege Vargo aus dem Forum hat ein kurzes Review zu dem Zusatzinhalt verfasst, das wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Aber Achtung: Wer The Last of Us noch nicht gespielt hat, sollte das erstens ganz, ganz schnell nachholen und zweitens auf Spoiler zur Handlung des Hauptspiels aufpassen. Allen anderen wünschen wir nun viel Spaß und bedanken uns herzlich bei Vargo.

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Left Behind, der erste DLC zum Apokalypsen-Epos The Last of Us, knüpft an wo der Prequel-Comic aufgehört hat. Zeitlich springt die Geschichte zwischen Handlungssträngen vor und während der Handlung von The Last of Us hin und her. Nachdem Joel bei einem Sturz schwer verletzt wurde, muss Ellie sich um ihn kümmern und Verbandsmaterial besorgen. Während ihrer Reise durch ein Einkaufszentrum, erinnert sie sich an den letzten Tag, den sie zusammen mit ihrer besten Freundin Riley verbracht hat. 

Wie schon das Hauptspiel, besteht Left Behind aus vielen, sehr ruhigen Passagen, die letztlich unterbrochen werden durch Explosionen der Gewalt. Die Welt scheint in Ordnung zu sein, wenn Ellie und Riley einen Halloween-Laden durchstöbern und sich mit Gummimasken erschrecken oder sich wilde Duelle mit Wasserpistolen liefern. Man entwickelt zu den beiden Mädchen eine starke Bindung und man wünscht ihnen alles Glück der Welt, aber wer das Hauptspiel kennt, weiß, dass diese kleine Episode nur tragisch enden kann. 

Anders als viele andere Spiele-DLCs der letzten Zeit, konzentriert sich Left Behind ganz auf die Geschichte und Charaktere und lässt die Action beinahe außen vor. Zwar kämpft man wieder gegen Infizierte und Wegelagerer, aber diese Abschnitte sind eher rar gesät. Dennoch gibt es eine Variation gegenüber dem Hauptspiel: Erstmals trifft man gleichzeitig auf Wegelagerer und Infizierte, wodurch man beide Gruppen gegeneinander ausspielen kann. Wirft man eine Flasche vor die Füße der menschlichen Feinde, kann man zusehen, wie sich ein Clicker auf sie stürzt. So kann man ein paar neue Taktiken ausprobieren und es hebt sich dadurch sehr schön vom Hauptspiel ab.

Die Grafik ist wie schon bei The Last of Us für ein Playstation 3-Spiel atemberaubend schön anzusehen, auch wenn der DLC kleinere Bugs aufweist. Diese äußerten sich allerdings nur in Zwischensequenzen, nicht im eigentlichen Spielfluss. Einmal kam es zu einer Animationsstörung bei Ellie, die aber rasch wieder verschwand und eine Zwischensequenz war geplagt von Verzerrungen. Davon abgesehen macht der DLC aber alles richtig.

Bemängeln könnte man höchstens die kurze Laufzeit von 2 Stunden, aber in dieser kurzen Zeit erlebt man große Gefühle, heftige Action und Charaktere die einem ans Herz wachsen. Außerdem bietet der DLC einen Blick auf eine noch nicht ganz so abgehalfterte Ellie, die noch nicht derart abgeklärt ist, wie später in The Last of Us. Die Investition von 15 Euro habe ich keine Sekunde lang bereut.

 
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